Mit der „Lampe Gottes“ in 1. Samuel 3 ist der goldene Leuchter im Heiligtum gemeint, bei dem die Priester täglich den Docht schneiden und Öl nachfüllen mussten[1]. Der Leuchter sollte vom Abend bis zum Morgen brennen[1], und die Tatsache, dass die Lampe noch nicht erloschen war, deutet darauf hin, dass es bereits gegen Ende der Nacht war, als Gott Samuel rief[1].
Die Erwähnung dieser Lampe trägt aber eine tiefere Bedeutung für die Erzählung. Das Zeugnis für Gott im Volk Israel ist sehr schwach, aber es ist noch vorhanden[1]. Die Lampe steht kurz davor auszugehen – von Gottes Zeugnis in Israel ist unter Eli nur noch wenig zu sehen[1]. Dies passt zum düsteren Gesamtbild: Das Wort des Herrn war selten in jenen Tagen, und Gott konnte nur selten seinen Willen öffentlich offenbaren[1].
Doch die Lampe ist noch nicht erloschen – und dies symbolisiert Hoffnung. Es ist Gottes Absicht, sein Zeugnis unter Samuel wieder hell aufleuchten zu lassen – wie das Licht an einem Morgen[1]. Die fast vollständig verloschene Lampe kontrastiert mit Samuels Position: Samuel liegt an einem guten Ort im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war, und hält sich beständig in der Gegenwart Gottes auf – ähnlich wie Josua, der nicht aus dem Innern des Zeltes Moses gewichen ist[1]. Die Lampe Gottes wird so zum Bild für einen Wendepunkt: Aus der Dunkelheit und geistlichen Trägheit unter Eli wird durch Samuels Berufung wieder Licht kommen.
[1] Stefan Ulrich, Setze einen König über uns: Eine Auslegung zum ersten Buch Samuel (Hückeswagen: CSV, 2019), 70–71.
Gedichte von Carmen Katharina Stern
Manuskript Fürchte dich nicht Glaube nur
Der Buchband beinhaltet dankbare Gebete an Jesus Christus für seine überströmende Liebe, Gnade und Nähe in Gedichtform. Die Autorin beschreibt darin, dass selbst Leidenswege in seiner Gegenwart zu Wegen der Gnade werden. Wahre Freude ist in seinem Wort und seiner Nähe zu finden. Sie bittet darum, dass alles aus ihrem Leben entfernt werde, was sie von Gott trennt, damit ihr Leben ein Segen sein kann. Trotz schwerer und quälender Umstände vertraut sie darauf, von Gott geliebt zu sein und ihren Lebensweg in Einfachheit, Glauben und Dankbarkeit bis zur ewigen Herrlichkeit gehen zu dürfen. Schließlich dankt sie für den stillen, einsamen Weg der Verinnerlichung in Krankheit, auf dem Gott sie trägt und unterweist.
Mit Genehmigung der Autorin veröffentlicht.
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