Einige Gedanken zum 15. Tag.
Bereits am 14. Tag habe ich etwas zum Autor des Buches und seinen Aussagen geschrieben. Das tue ich auch zum heutigen Tag. In den Bemerkungen zum Tagesabschluss schreibt er u.a., dass das Kriegsgeschehen, von denen wir im Richterbuch lesen, zu einem Volksbewusstsein führte, weil Jahwe ihnen in den Kriegen beistand. Ein solches Volksbewusstsein musste nicht erst gebildet werden, es war am Anfang da. Denn Gott führt Israel aus Ägypten durchs Rote Meer über den Jordan. In Josua 23,3 blickt Josua am Ende seines Lebens zurück und sagt dem Volk:
Jos 23,2b–10
Ich bin alt geworden, wohlbetagt; 3 und ihr, ihr habt alles gesehen, was Jehova, euer Gott, allen diesen Nationen euretwegen getan hat. Denn Jehova, euer Gott, er ist es, der für euch gestritten hat.
4 Sehet, ich habe euch diese übrigen Nationen durchs Los als Erbteil zufallen lassen, nach euren Stämmen, vom Jordan an (sowie alle Nationen, die ich ausgerottet habe) bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang.
5 Und Jehova, euer Gott, er selbst wird sie vor euch ausstoßen und sie vor euch austreiben; und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen, so wie Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat.
6 So haltet denn sehr fest daran, alles zu beobachten und zu tun, was in dem Buche des Gesetzes Moses geschrieben ist, daß ihr nicht davon abweichet zur Rechten noch zur Linken,
7 daß ihr nicht unter diese Nationen kommet, diese, die bei euch übriggeblieben sind, und den Namen ihrer Götter nicht erwähnet und nicht jemand bei ihm beschwöret, und ihnen nicht dienet und euch nicht vor ihnen niederwerfet!
8 Sondern Jehova, eurem Gott, sollt ihr anhangen, so wie ihr getan habt bis auf diesen Tag.
9 Und Jehova hat große und starke Nationen vor euch ausgetrieben; und ihr niemand hat vor euch standgehalten bis auf diesen Tag:
10 Ein Mann von euch jagt tausend; denn Jehova, euer Gott, er ist es, der für euch streitet, so wie er zu euch geredet hat.
Das Land war aufgeteilt und die Teile, die noch nicht eingenommen wurden, sollten noch in Besitz genommen werden. So wie bei Josua Jahwe für Israel gestritten hat, so war er auch mit Barak in Richter 4,4-16. Im Buch Richter sehen wir aber auch den Zustand Israels, wie es allmählich den geraden Weg verlässt, obwohl sie einst einen Bund machten und Jahwe dienen wollten (vgl. Jos 24,25f). Dieser Bund hielt aber nur am Anfang (vgl. Jos 24,31). Später vermischte sich das Volk mit den Bewohnern und nahm ihren Kult an.
Wenn Gott seinem Volk einst auch wegen ihrer Missetaten willen den Scheidebrief gab, so sandte er seinen eigenen Sohn, damit er die ganze Welt erkaufte, indem er sich selbst gab und die Sünde und alle unsere Schuld auf sich nahm in den drei Stunden der Finsternis. Allein auf dieser Grundlage kann Gott ihnen vergeben und Israel wieder sein Volk unter diesem neuen Bund sein (vgl. Jer 31,31-34). Auch wir sind abgewichen und müssen erkennen, dass wir Feinde Gottes sind (vgl. Joh 3,36). Wenn wir sein Erlösungswerk annehmen, sind auch wir in der Ruhe (vgl. Jos 23,1) und haben das ewige Leben und dürfen ihm dienen.
1 Joh 4,9–10
9 Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, auf daß wir durch ihn leben möchten.
10 Hierin ist die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.
Röm 5,8-10
Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.
9 Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn. 10 Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, viel mehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.
Dieser entspricht dem des Aufgabenblatts und weicht etwas vom Bibeltext ab.
4
וּדְבוֹרָה אִשָּׁה נְבִיאָ֔ה אֵשֶׁת לַפִּיד֑וֹת הִיא שֹׁפְטָה אֶת־יִשְׂרָאֵל בָּעֵת הַהִֽיא׃
5
וְהִיא יוֹשֶׁבֶת תַּֽחַת תֹּמֶר דְּבוֹרָה בֵּין הָרָמָה וּבֵין בֵּֽית־אֵל בְּהַר אֶפְרָֽיִם׃
6
וַתִּשְׁלַח וַתִּקְרָא לְבָרָק בֶּן־אֲבִינֹעַם מִקֶּדֶשׁ נַפְתָּלִ֑י וַתֹּאמֶר אֵלָיו הֲלֹא צִוָּה יְהוָה אֱלֹהֵֽי־יִשְׂרָאֵל לֵךְ וּמָֽשַׁכְתָּ בְּהַר תָּב֔וֹר וְלָקַחְתָּ עִמְּךָ עֲשֶׂרֶת אֲלָפִים אִ֔ישׁ מִבְּנֵי נַפְתָּלִי וּמִבְּנֵי זְבֻלֽוּן׃
7
וּמָשַׁכְתִּי אֵלֶיךָ אֶל־נַחַל קִישׁוֹן אֶת־סִֽיסְרָא שַׂר־צְבָא יָבִין וְאֶת־רִכְבּוֹ וְאֶת־הֲמֹנ֑וֹ וּנְתַתִּיהוּ בְּיָדֶֽךָ׃
8
וַיֹּאמֶר אֵלֶיהָ בָּרָ֔ק אִם תֵּלְכִי עִמִּי וְהָלָ֑כְתִּי וְאִם לֹא תֵּֽלְכִי עִמִּי לֹא אֵלֵֽךְ׃
9
וַתֹּאמֶר הָלוֹךְ אֵלֵךְ עִמָּךְ אֶפֶס כִּי לֹא תִּהְיֶה תִּפְאַרְתְּךָ עַל הַדֶּרֶךְ אֲשֶׁר אַתָּה הוֹלֵ֔ךְ כִּי בְֽיַד אִשָּׁה יִמְכֹּר יְהוָה אֶת־סִֽיסְרָ֑א וַתֵּלֶךְ דְּבוֹרָה וַתֵּלֶךְ עִם בָּרָק קֶֽדְשָׁה׃
10
וַיַּזְעֵק בָּרָק אֶת־זְבֻלוּן וְאֶת־נַפְתָּלִי קֶֽ֔דְשָׁה׃
12
וַיַּגִּידוּ לְסִֽיסְרָ֑א כִּי עָלָה בָּרָק בֶּן־אֲבִינֹעַם הַר תָּבֽוֹר׃
13
וַיַּזְעֵק סִֽיסְרָא אֶת־כָּל־רִכְבּוֹ וְאֶת־כָּל־הָעָם אֲשֶׁר אִתּ֑וֹ אֶל נַחַל קִישֽׁוֹן׃
14
וַתֹּאמֶר דְּבֹרָה אֶל־בָּרָק קוּם כִּי זֶה הַיּוֹם אֲשֶׁר נָתַן יְהוָה אֶת־סִֽיסְרָא בְּיָדֶ֔ךָ הֲלֹא יְהוָה יָצָא לְפָנֶ֑יךָ וַיֵּרֶד בָּרָק מֵהַר תָּב֔וֹר וַעֲשֶׂרֶת אֲלָפִים אִישׁ אַחֲרָֽיו׃
15
וַיּתֵּן יְהוָה קוּל גָּד֑וֹל וַיֵּרֶד סִֽיסְרָא מֵעַל הַמֶּרְכָּבָה וַיֹּבְרַח בְּרַגְלָֽיו׃
16
וּבָרָק רָדַף אַחֲרֵי הָרֶכֶב וְאַחֲרֵי הַֽמַּחֲנֶ֔ה֑ וַיִּפֹּל כָּל־מַחֲנֵה סִֽיסְרָא לְפִי חָ֔רֶב לֹא נִשְׁאַר עַד אֶחָֽד׃
4
ודבורה אשׁה נביאה אשׁת לפידות היא שׁפטה את ישׂראל בעת ההיא
5 והיא יושׁבת תחת תמר דבורה בין הרמה ובין בית אל בהר אפרים
6 ותשׁלח ותקרא לברק בן אבינעם מקדשׁ נפתלי ותאמר אליו הלא צוה יהוה אלהי ישׂראל לך ומשׁכת בהר תבור ולקחת עמך עשׂרת אלפים אישׁ מבני נפתלי ומבני זבלון
7 ומשׁכתי אליך אל נחל קישׁון את סיסרא שׂר צבא יבין ואת רכבו ואת המנו ונתתיהו בידך
8 ויאמר אליה ברק אם תלכי עמי והלכתי ואם לא תלכי עמי לא אלך
9 ותאמר הלוך אלך עמך אפס כי לא תהיה תפארתך על הדרך אשׁר אתה הולך כי ביד אשׁה ימכר יהוה את סיסרא ותלך דבורה ותלך עם ברק קדשׁה
10 ויזעק ברק את זבלון ואת נפתלי קדשׁה
12 ויגידו לסיסרא כי עלה ברק בן אבינעם הר תבור
13 ויזעק סיסרא את כל רכבו ואת כל העם אשׁר אתו אל נחל קישׁון
14 ותאמר דברה אל ברק קום כי זה היום אשׁר נתן יהוה את סיסרא בידך הלא יהוה יצא לפניך וירד ברק מהר תבור ועשׂרת אלפים אישׁ אחריו
15 ויתן יהוה קול גדול וירד סיסרא מעל המרכבה ויברח ברגליו
16 וברק רדף אחרי הרכב ואחרי המחנה ויפל כל מנה חסיסרא לפי חרב לא נשׁאר עד אחד
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Die Karte hilft, die Örtlichkeiten der Erzählung einzuordnen:

4 Und Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappitots, richtete in jener Zeit Israel.
5 Sie wohnte unter der Debora-Palme zwischen Rama und Betel auf dem Gebirge Ephraim.
6 Da sandte sie und rief Barak, den Sohn Abinoams, aus Kedesch in Naphtalie, und sie sagte zu ihm: Hat nicht Jahwe, der Gott Israels, befohlen: Gehe und ziehe auf den Berg Tabor und nimm mit dir zehntausend Männer aus den Söhnen Naphtelis und aus den Söhnen Sebulons.
7 Und ich werde zu dir ziehen lassen an den Bach Kison Sisera, der Heeroberste des Jabins, mit seiner Wagenmacht und seiner Heeresmasse, und ich gebe ihn in deine Hand.
8 Da sagte Barak zu ihr (Debora): „Wenn du mit mir gehst, dann gehe ich; wenn du nicht mit mir gehst, gehe ich nicht.“
9 Da sagte sie: "Gewiss, komme ich mit dir, jeoch wird es nicht dein Ruhm sein auf dem Weg, den du gehst, denn in die Hand einer Frau wird Jahwe den Sisera ausliefern (verkaufen)." Da ging Debora mit Barak nach Kadesch.
10 Da berief Barak Sebulon und Naphtali nach Kadesch ein.
...
12 Da teilte man Sisera mit, dass Barak, der Sohn Ebinoams, den Berg Tabor hinaufgezogen sei.
13 Und Sisera berief alle Wagenmacht und alles Volk, was mit ihm war, zum Bach Kison.
14 Da sagte Debora zu Barak: „Steh auf, denn dies ist der Tag, an welchem Jahwe den Sisera in deine Hand gibt.
Ist nicht Jahwe schon vor dir ausgezogen?“
Da ging Barak vom Berg Tabor herunter und zehntausend Mann hinter ihm her.
15 Da machte Jahwe einen gewaltigen Lärm, und Sisera stieg ab vom Kriegswagen und floh zu Fuss.
16 Barak aber jagte hinter den Wagen und hinter dem Heer nach, und das gesamte Heer Siseras fiel durch die Schärfe des Schwertes, kein einziger blieb übrig.