
Auf der ersten Seite der Bibel lesen wir, dass Gott die Sonne und alle anderen Gestirne am vierten Tag erschaffen hat. Er hat sie zum Zweck erschaffen, dass wir die Zeit und Zeitpunkte bestimmen können. Das ganze Universum und alles, was wir darin erforschen können, zeugt von Gott und über dies hinaus gab er uns auch das geschriebene Wort, das uns noch mehr aufzeigt. Einst sollte nämlich Ahas ein Zeichen von Jahwe verlangen (Jes 7,11). Es war Jesaja, der die Worte Gottes dem König Ahas überbrachte. Doch Ahas wollte nicht. Darum wurde ihm ein Zeichen gegeben, dass nämlich eine Jungfrau den Retter gebären wird (Jes 7,14). Das wurde mit der Geburt Jesu Christi erfüllt. Ahas’ Grund, kein Zeichen zu fordern, war wegen seines Unglaubens. Im Unglauben hat er auch auf die Stärke Assyriens gesetzt und deren Kult übernommen (2Kö 16,10ff). Dafür hat er den Tempel mit einem fremden Altar verunstaltet und auch sonst Kultobjekte erbauen lassen. Doch gerade die Sonnenuhr, die Ahas bauen ließ, zeigte später seinem Sohn Hiskia das Zeichen Gottes. Der Schöpfer, der am vierten Tag die Sonne erschaffen hat, ließ den Schattenwurf rückwärts wandern. Dieses Zeichen bestätigt Hiskia, dass er nicht unmittelbar sterben wird, sondern dass ihm 15 Lebensjahre geschenkt wurden. Doch nach diesem Aufschub starb auch er, so wie auch wir einmal sterben werden. Hiskia wusste um seine Schuld und um die daraus folgende Konsequenz. Doch kehrte er um und bekannte seine Schuld, sodass er zu Gott sagen konnte: "Meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen." (Jes 38,17b). Doch dafür musste unser Retter, der Herr Jesus, freiwillig in den Tod gehen und dass wegen unserer Schuld und unseren Sünden. Er war das einzig annehmbare Opfer für Gott, weil er ohne Sünde war. Doch wie das Zeichen Jonas, stand er nach drei Tagen und drei Nächten auf. Diese Auferstehung ist uns wiederum ein Zeichen, dass auch wir, wenn wir sein Erlösungswerk im Bekenntnis unserer Schulden annehmen, mit ihm Auferweckte sind. Für Hiskia war dieses Erlösungswerk rückwirkend und für uns heute nachwirkend.
Wer das Zeichen, das Hiskia sah, physikalisch erklären möchte, muss bedenken, dass ein solches Zeichen nichts besonderes für Hiskia gewesen wäre. Aber in der Bibel lesen wir auch von anderen Ereignissen, die auch nicht physikalisch erklärbar sind. So ist auch die dreistündige Finsternis (Lk 23,44-45), die bei der Kreuzigung des Herrn Jesum war, unerklärbar, da nämlich die Zeit des Passahs immer an einem Vollmond im Monat Nisan sein musste. So ist während der Mittagszeit (nach jüdischer Zeiteinteilung die sechste Stunde) eine Finsternis durch den Mond unmöglich. Aber auch Josua sagte: «Sonne, stehe still zu Gibeon; und du, Mond, im Tale Ajjalon!». Dies war eine einmalige Sache, dass Gott auf die Stimme eines Menschen gehört hatte, sodass Mond und Sonne für einen Tag stehen blieben (Jos 10). Über diese drei Ereignisse wurde schon viel geschrieben und nach Erklärungen gerungen, doch sie sind nur mittels des Glaubens erklärbar.
Solche Zeichen sind nur für Gläubige von Nutzen, während sie den Ungläubigen noch mehr zur Rechenschaft ziehen.
Der Text basiert auf der Biblia Hebraica Stuttgartensia
2. Könige 20,1-7
1בַּיָּמִ֣ים הָהֵ֔ם חָלָ֥ה חִזְקִיָּ֖הוּ לָמ֑וּת וַיָּבֹ֣א אֵ֠לָיו יְשַׁעְיָ֨הוּ בֶן־אָמֹ֜וץ הַנָּבִ֗יא וַיֹּ֨אמֶר אֵלָ֜יו כֹּֽה־אָמַ֤ר יְהוָה֙ צַ֣ו לְבֵיתֶ֔ךָ כִּ֛י מֵ֥ת אַתָּ֖ה וְלֹ֥א תִֽחְיֶֽה׃
2וַיַּסֵּ֥ב אֶת־פָּנָ֖יו אֶל־הַקִּ֑יר וַיִּ֨תְפַּלֵּ֔ל אֶל־יְהוָ֖ה לֵאמֹֽר׃
3אָנָּ֣ה יְהוָ֗ה זְכָר־נָ֞א אֵ֣ת אֲשֶׁ֧ר הִתְהַלַּ֣כְתִּי לְפָנֶ֗יךָ בֶּֽאֱמֶת֙ וּבְלֵבָ֣ב שָׁלֵ֔ם וְהַטֹּ֥וב בְּעֵינֶ֖יךָ עָשִׂ֑יתִי וַיֵּ֥בְךְּ חִזְקִיָּ֖הוּ בְּכִ֥י גָדֹֽול׃ ס
4וַיְהִ֣י יְשַׁעְיָ֔הוּ לֹ֣א יָצָ֔א הָעֵ֖יר הַתִּֽיכֹנָ֑ה וּדְבַר־יְהוָ֔ה הָיָ֥ה אֵלָ֖יו לֵאמֹֽר׃
5שׁ֣וּב וְאָמַרְתָּ֞ אֶל־חִזְקִיָּ֣הוּ נְגִיד־עַמִּ֗י כֹּֽה־אָמַ֤ר יְהוָה֙ אֱלֹהֵי֙ דָּוִ֣ד אָבִ֔יךָ שָׁמַ֨עְתִּי֙ אֶת־תְּפִלָּתֶ֔ךָ רָאִ֖יתִי אֶת־דִּמְעָתֶ֑ךָ הִנְנִי֙ רֹ֣פֶא לָ֔ךְ בַּיֹּום֙ הַשְּׁלִישִׁ֔י תַּעֲלֶ֖ה בֵּ֥ית יְהוָֽה׃
6וְהֹסַפְתִּ֣י עַל־יָמֶ֗יךָ חֲמֵ֤שׁ עֶשְׂרֵה֙ שָׁנָ֔ה וּמִכַּ֤ף מֶֽלֶךְ־אַשּׁוּר֙ אַצִּ֣ילְךָ֔ וְאֵ֖ת הָעִ֣יר הַזֹּ֑את וְגַנֹּותִי֙ עַל־הָעִ֣יר הַזֹּ֔את לְמַֽעֲנִ֔י וּלְמַ֖עַן דָּוִ֥ד עַבְדִּֽי ׃
7וַיֹּ֣אמֶר יְשַֽׁעְיָ֔הוּ קְח֖וּ דְּבֶ֣לֶת תְּאֵנִ֑ים וַיִּקְח֛וּ וַיָּשִׂ֥ימוּ עַֽל־הַשְּׁחִ֖ין וַיֶּֽחִי׃
8וַיֹּ֤אמֶר חִזְקִיָּ֨הוּ֙ אֶֽל־יְשַׁעְיָ֔הוּ מָ֣ה אֹ֔ות כִּֽי־יִרְפָּ֥א יְהוָ֖ה לִ֑י וְעָלִ֛יתִי בַּיֹּ֥ום הַשְּׁלִישִׁ֖י בֵּ֥ית יְהוָֽה׃
9וַיֹּ֣אמֶר יְשַׁעְיָ֗הוּ זֶה־לְּךָ֤ הָאֹות֙ מֵאֵ֣ת יְהוָ֔ה כִּ֚י יַעֲשֶׂ֣ה יְהוָ֔ה אֶת־הַדָּבָ֖ר אֲשֶׁ֣ר דִּבֵּ֑ר הָלַ֤ךְ הַצֵּל֙ עֶ֣שֶׂר מַֽעֲלֹ֔ות אִם־יָשׁ֖וּב עֶ֥שֶׂר מַעֲלֹֽות׃
10וַיֹּ֨אמֶר֙ יְחִזְקִיָּ֔הוּ נָקֵ֣ל לַצֵּ֔ל לִנְטֹ֖ות עֶ֣שֶׂר מַעֲלֹ֑ות לֹ֣א כִ֔י יָשׁ֥וּב הַצֵּ֛ל אֲחֹרַנִּ֖ית עֶ֥שֶׂר מַעֲלֹֽות׃
11וַיִּקְרָ֛א יְשַׁעְיָ֥הוּ הַנָּבִ֖יא אֶל־יְהוָ֑ה וַיָּ֣שֶׁב אֶת־הַצֵּ֗ל בַּֽ֠מַּעֲלֹות אֲשֶׁ֨ר יָרְדָ֜ה בְּמַעֲלֹ֥ות אָחָ֛ז אֲחֹֽרַנִּ֖ית עֶ֥שֶׂר מַעֲלֹֽות׃ פ
Der Vorleser ist Louis Tyler, der den Eigennamen Gottes nicht wie geschrieben ausspricht, sondern Adonaj אֲדֹנֵי .
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1 In jenen Tagen wurde Hiskia zum Sterben krank, und es kam zu ihm Jesaja, der Sohn Amoz, der Prophet, und sprach zu ihm: "So spricht Jahwe: Bestelle dein Haus, denn sterben wirst du und nicht leben."
2 Da wandte er sein Gesicht gegen die Wand und er betete zu Jahwe, sagend:
3 "Ach, Jahwe, gedenke doch, wie ich mit dir wandelte und meine Treue und mein ungeteiltes Herz und was in deinen Augen recht war, habe ich getan." Und Hiskias Weinen war groß.
4 Und Jesaja war noch nicht aus der Stadtmitte1 hinausgekommen, da wurde zu ihm die Rede Jahwes gesagt:
5 "Kehre zurück und rede zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: "So redet Jahwe, der Gott Davids, deines Vaters: "Ich habe deine Gebete gehört, ich habe deine Tränen gesehen, siehe, ich heile dich, am dritten Tage wirst du hinaufgehen ins Haus Jahwes.
6 Und ich werde zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen und aus der Hand des Königs Assur dich und diese Stadt erretten und ich beschütze diese Stadt, um meinet- und um meines Knechtes Davids willen."
7 Da sprach Jesaja: "Nehmet Feigenmaße!". Und sie nahmen sie und legen sie auf die Geschwulst, da lebte er auf.
8 Da sprach Hiskia zu Jesaja: "Was ist das Zeichen, dass mich Jehova heilt und ich am dritten Tag hinauf ins Haus Jahwes gehe?"
9 Da sprach Jesaja: "Das ist für dich das Zeichen von Jahwe, dass Jahwe die Sache, die er redete, tun wird: Soll der Schatten zehn Stufen vorwärtsgehen oder soll er zehn Stufen rückwärtsgehen?"
10 Da sprach Hiskia: "Zu einfachen, wenn sich der Schatten zehn Stufen (vorwärts) ausbreitet. Nicht so, der Schatten soll zehn Stufen rückwärtsgehen."
11 Da rief Jesaja, der Prophet, zu Jahwe. Da ging der Schatten, der auf zehn Stufen Ahazs hinunterreichte, zehn Stufen rückwärts.
1Die Masoreten meinten, dass ihr das Wort Vorhof חצר mehr Sinn ergäbe...
Die letzte Aufagbe vom Tag 25 ist es, den רִאשֹׁון Hebräisch יוֹם zu wiederholen.