Bibelbetrachtungen/Heb. in 53 Tagen/41. Tag Deu 17, 2-7

Hebräisch in 53 Tagen

'Erforsche mich

Tag 41 von 53 Tagen, vom 7. Juni bis 19. Juli 2025, Deu 17, 2-7

Erforsche mich, Gott

Der Bibelabschnitt bezieht sich auf Israel im verheißenen Land. Alles, was wir über Israel lesen können, ist zu uns zum Vorbild überliefert worden (1Kor 10,11). Wir sehen in diesem juristischen Text, dass der Mensch im Allgemeinen zum Götzendienst neigt.
Es gibt auch Menschen, die sich gerne wie ein Gott anbeten und verehren lassen, so wie ein Herodes (Apg 12,21-23) oder Nebukadnezar (Dan 3,15-18) oder auch gefallene Engel (Mat 4,9f).

Der Mensch wurde erschaffen, um Gott anzubeten und zu verehren. Da der Mensch aber das erste Gebot, das er erhielt, übertreten hat, trennte ihn das vom Gegenstand der Anbetung und er wurde aus dem Garten Eden vertrieben. Ab dem Moment der Übertretung trat auch die Konsequenz ein. Deshalb lesen wir im Röm 6,23: «Der Lohn der Sünde ist der Tod».

Gott sucht den Anbeter und nur er allein möchte von uns angebetet und verehrt werden. So soll der Mensch nichts aus seiner Schöpfung anbeten, sondern ihn allein, welcher der Schöpfer ist. Israel kann nur Gottes Volk sein, wenn es Jahwe allein dient, anbetet und verehrt. Darum war es so wichtig, dass Israel sich prüfte, ob ein Übel innerhalb seiner Grenzen ist, um es gegebenenfalls auszurotten. Vgl. auch 2Mo 13,7.

Was für ein Volk Israel gilt, soll auch innerhalb der Zusammenkunft gelten (1Kor 10,11). Doch letztlich ist jeder Gläubige in der Verantwortung, sich selbst prüfen zu lassen, so wie wir das in Psalm 139,23f auch nachlesen können.

Ps 139,23–24
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Wege!

Hebräischer Text vokalisiert

Deu 17, 2-7
2 כִּֽי־יִמָּצֵ֤א בְקִרְבְּךָ֙ בְּאַחַ֣ד שְׁעָרֶ֔יךָ אֲשֶׁר־יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ נֹתֵ֣ן לָ֑ךְ אִ֣ישׁ אוֹ־אִשָּׁ֗ה אֲשֶׁ֨ר יַעֲשֶׂ֧ה אֶת־הָרַ֛ע בְּעֵינֵ֥י יְהוָֽה־אֱלֹהֶ֖יךָ לַעֲבֹ֥ר בְּרִיתֹֽו׃
3 וַיֵּ֗לֶךְ וַֽיַּעֲבֹד֙ אֱלֹהִ֣ים אֲחֵרִ֔ים וַיִּשְׁתַּ֖חוּ לָהֶ֑ם וְלַשֶּׁ֣מֶשׁ׀ א֣וֹ לַיָּרֵ֗חַ א֛וֹ לְכָל־צְבָ֥א הַשָּׁמַ֖יִם אֲשֶׁ֥ר לֹא־צִוִּֽיתִי׃
4 וְהֻֽגַּד־לְךָ֖ וְשָׁמָ֑עְתָּ וְדָרַשְׁתָּ֣ הֵיטֵ֔ב וְהִנֵּ֤ה אֱמֶת֙ נָכ֣וֹן הַדָּבָ֔ר נֶעֶשְׂתָ֛ה הַתּוֹעֵבָ֥ה הַזֹּ֖את בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
5 וְהֽוֹצֵאתָ֣ אֶת־הָאִ֣ישׁ הַה֡וּא אוֹ֩ אֶת־הָאִשָּׁ֨ה הַהִ֜וא אֲשֶׁ֣ר עָ֠שׂוּ אֶת־הַדָּבָ֨ר הָרָ֤ע הַזֶּה֙ אֶל־שְׁעָרֶ֔יךָ אֶת־הָאִ֕ישׁ א֖וֹ אֶת־הָאִשָּׁ֑ה וּסְקַלְתָּ֥ם בָּאֲבָנִ֖ים וָמֵֽתוּ׃
6 עַל־פִּ֣י׀ שְׁנַ֣יִם עֵדִ֗ים א֛וֹ שְׁלֹשָׁ֥ה עֵדִ֖ים יוּמַ֣ת הַמֵּ֑ת לֹ֣א יוּמַ֔ת עַל־פִּ֖י עֵ֥ד אֶחָֽד׃
7 יַ֣ד הָעֵדִ֞ים תִּֽהְיֶה־בּוֹ֤ בָרִאשֹׁנָה֙ לַהֲמִיתֹ֔ו וְיַ֥ד כָּל־הָעָ֖ם בָּאַחֲרֹנָ֑ה וּבִֽעַרְתָּ֥ הָרָ֖ע מִקִּרְבֶּֽךָ׃ פ

Hebräische Tonaufnahme

Tonaufnahme von Tilman Janzarik vorgelesen (http://janzarik.de):

Deu 17, 2-7

Mögliche Übersetzung

Deu 17, 2-7
2 Wenn gefunden wird in deiner Mitte in einem deiner Tore, die Jahwe, dein Gott dir geben will, wenn ein Mann oder eine Frau das macht, was in den Augen Jahwes, deines Gottes, böse ist, indem damit sein Bund übertreten wird 1...
3 und wandelt und dient anderen Göttern und wirft sich vor ihnen nieder -etwa zur Sonne oder zum Mond oder dem ganzen Himmelsheer- 2, was ich nicht geboten habe ...
4 und es wird dir angezeigt und du hörst es, untersuchst es genau, da siehe, gewisslich die Sache steht fest: gemacht wurde dieser Gräuel in Israel 3 ...
5 und führe jenen Mann oder jene Frau heraus, welche das Übel machte, vor deine Tore, um den Mann oder die Frau mit Steinen zu steinigen, sodass sie sterben.4
6 Auf Aussage zwei Zeugen oder drei Zeugen5 soll der Todgeweihte6 getötet werden, er soll nicht getötet werden auf Aussage eines einzelnen Zeugen.
7 Die Hand der Zeugen soll sich zuerst gegen ihn erheben, um ihn zu töten und die Hand des ganzen Volkes nachher; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.

Fußnoten

1 Vgl. 1Kor 5,13
2 Vgl. Daniel 3,18; Mat 4,10; Offb 19,10
3 Vgl. Ps 139,23f
4 Zurzeit, als Israel unter römischem Recht lebte, war die Todesstrafe und die Hinrichtungsweise durch die Römer angeordnet worden. Darum wurde der Herr Jesus außerhalb der Tore gekreuzigt und nicht gesteinigt. Was die Juden mit Stephanus taten, war gegen das römische Recht (Apg 7,58). Dass der Herr Jesus gekreuzigt werden würde, war vorhergesagt worden, bevor die Methode der Kreuzigung überhaupt bekannt war. Vgl. das "Durchbohren" (je nach Übersetzung) in Ps 22,16f; Jes 53,5; Sach 12,10 und Gal 3,13; 5Mo 21,23. Dazu kommt, dass dem Herrn Jesus kein Knochen gebrochen wurde, vorauf Johannes explizit hinwies (Joh 19,33-36). Auch dem Passahlamm sollte kein Knochen gebrochen werden (2Mo 12,46). Dass der Herr Jesus davor bewahrt wurde, ist bereits in Ps 34,21 vorhergesagt worden. Bei einer Steinigung war es möglich, dass auch Knochen brachen. Durch die Stelle im Johannesevangelium wissen wir, dass selbst am Kreuz ihm keine Knochen zerbrochen wurden.
5 Der Herr Jesus wurde durch zwei falsche Zeugen angeklagt (Ps 27,12; Mat 26,60). Aber er war gerecht (Lk 23,40f). Wegen unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Missetaten willen zerschlagen. Vgl. Jes 53,5
6 מוּת in der Form 3. m. s. PK ho und Pt. m. s. qal + Artikel (יוּמַת הַמֵּת), zeigt, dass das Partizip im Hebräischen einen weiten Bedeutungsumfang mit sich bringt.

Nach dem Tag 41 wird Tag 17 wiederholt: Zum 17. Tag wechseln.

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